Interview mit Stefan Fischer vom Trachtengeschäft Fischer-Pflügl

Herr Fischer, wie lange gibt es Ihr Geschäft schon in Wolfratshausen?

Mein Opa, Josef Pflügl, hat im Jahr 1926 unsere Firma gegründet. Inzwischen führen wir das Geschäft in der dritten Generation, die Vierte wächst gerade heran. Mein Sohn ist erst 14, meine Tochter 11, da kann man noch nicht genau sagen, wie es weitergeht.

 

Hat Fischer-Pflügl eine besondere Bedeutung für Wolfratshausen?

Das ist schwer zu beurteilen, da müssten Sie unsere Kunden fragen. Wir geben uns immer Mühe und sind nicht umsonst seit über 80 Jahren in Wolfratshausen. Wir bemühen uns jeden Tag für unsere Kunden und so machen wir auch weiter.

Trachtengeschäft Fischer-Pflügl Wolfratshausen Trachtengeschäft Fischer-Pflügl Wolfratshausen

Was ist die Besonderheit an Ihrem Geschäft?

Das ist vor allem das Herzblut, das wir seit drei Generationen in den Laden stecken. Wir sind ein inhabergeführtes Fachgeschäft, unsere Kunden bekommen ehrliche Beratung, ein gutes Produkt zum fairen Preis und wir sind auch nach längerer Zeit noch Ansprechpartner für die Kunden, wenn es ein Problem gibt. Das sind Unterschiede zu Unternehmen, die nur schnelles Geschäft wollen.

 

Was bedeutet die Stadt für Sie persönlich?

Heimat. Wolfratshausen ist meine Heimatstadt, ich bin hier geboren, habe zwar nicht immer hier gelebt, bin aber immer gern zurückgekommen. Hier ist es, wo meine Wurzeln sind. Mein Lieblingsplatz ist am Maibaum, an der Floßlände. Als Kind habe ich sehr viel Zeit im Bergwald verbracht, das war auch lange mein Lieblingsplatz.

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Was hat es genau mit der Mai-Madl Aktion auf sich?

Das Mai-Madl wird heuer zum dritten Mal gesucht und wir freuen uns über viele Bewerberinnen. Als in Wolfratshausen der Maibaum aufgestellt wurde und es ja in anderen Regionen auch z.B. Weinköniginnen oder Bierköniginnen gibt, hatten wir die Idee, hier ein Mai-Madl zu suchen. Bei uns wird die bayrische Tradition nicht nur gesprochen sondern auch gelebt und für alle, die das Produkt mögen und Brauchtum und Tradition leben und pflegen, die haben ihre Freude damit. Es gibt meistens so um die 70-100 Bewerberinnen und somit ist das Mai-Madl auch eine gute Werbung für Wolfratshausen.

Die Regeln sind einfach, die Mädls müssen über 16 Jahre alt sein, ein schönes Foto im Dirndl machen und dann möglichst viele Leute dazu bringen, für sie abzustimmen. Nach oben hin gibt es eigentlich keine Altersgrenze, die Teilnehmerinnen sollten sich als „Mai-Madl“ fühlen und Spaß daran haben.

Die Reaktionen auf das Mai-Madl sind durchwegs positiv, wir hören oft, dass die Aktion eine tolle Geschichte ist.

Trachtengeschäft Fischer-Pflügl Wolfratshausen

Wie würden Sie sagen, ist der aktuelle Stellenwert der Tracht?

Die Tracht hat einen sehr verwurzelten Stellenwert, sie ist ein Ausdruck von Persönlichkeit, von Lebensfreude, von Brauchtum und Tradition. Wie oft die Tracht angezogen wird, ist natürlich sehr unterschiedlich von einmal im Jahr bis jeden Sonntag. Ich denke, vor allem die jungen Leute haben in letzter Zeit ihre Freude an der Tracht entdeckt und entwickeln zunehmendes Bewusstsein und Spaß an Dirndl und Lederhosen.

Trachtengeschäft Fischer-Pflügl Wolfratshausen

 

Stefan Fischer ist gebürtiger Wolfratshauser und seit 2008 Inhaber des Trachtengeschäfts im Obermarkt 3. Er trägt auch selbst gern Tracht und auch seine beiden Kinder Maximilian und Christina kommen ganz nach den Eltern.

Mehr Informationen gibt es unter www.fischer-pfluegl.de oder facebook.de/fischer pflügl

Ein Gedanke zu „Interview mit Stefan Fischer vom Trachtengeschäft Fischer-Pflügl

  1. Das ist eine sehr erfreuliche und bodenständig positive Darstellung einer ortsansässigen Unternehmerfamilie. Weitere Beispiele sollten folgen.

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