Vorhang auf für das „Krusical“ auf dem #Flussfestival

„So richtig beschreiben kann man das „Krusical“ nicht, das müssen Sie sich schon selbst ansehen“, so kam ich in den Genuss einer Vorstellung des Krusicals im Tölzer Kurhaus. Und ich kann nur bestätigen: es lohnt sich! Schön schaurig, schön schräg, aber sehr gut.

Die Idee für das Krusical ist bei einem Gastspiel beim Heilig-Drei-Königs-Konzert d’Housemusi entsprungen. Es passt einfach gut zusammen, das Spiel von Georg Unterholzer, der all seine Akteure des „Schnitters“ selbst liest und auch darstellt und der Bayerische Rock von der Housemusi. Erleben muss man das schon selbst und ich bin davon überzeugt, dass die Wirkung des „schräg, schön, schaurig“ auf der Flussbühne noch viel besser zur Geltung kommt.

Georg Unterholzer stellte sich unseren Fragen:

Was mich mit Wolfratshausen verbindet?

Ich stamme aus Hornstein bei Deining und Wolfratshausen war immer unsere Stadt. Dorthin sind meine Eltern (Landwirte) zum Einkaufen gefahren oder wenn es auf den Ämtern etwas zu erledigen gab. Mein Vater ist immer beim Humplbräu eingekehrt, weil er dann im Hof parken konnte und weil er den Fagner Lucki, den damaligen Wirt gut kannte. Ich liebte als Kind den Tausend, das Spielwarengeschäft, obwohl ich nur selten etwas kaufen durfte, denn das Geld war knapp. – Später besuchte ich oft die Villa, das Jugendzentrum in den späten Siebziger Jahren. Dort wurde immer gute Musik gespielt und man traf interessante Leute.

Was mich mit der Loisach verbindet?

Ich finde, dass die Loisach die stille (und vielleicht auch schönere) Schwester der Isar ist. Sie gleitet still durch die Stadt und es tut mir leid, dass es nicht mehr Kneipen, Biergärten und Cafes an ihren Gestaden gibt. – Gerade abends gehe ich gerne mit meiner Frau dort spazieren und freue mich an den reflektierenden Lichtern im Wasser. – Und manchmal, an lauen Sommerabenden komme ich mir ein bisserl vor wie in Venedig.

Was mich mit den Flößen verbindet?

Schon als Kind sind wir öfters von unserem Badesee, dem Ickinger Stausee, in den eiskalten Isarkanal gehüpft und ein Stück auf einem Floß mit gefahren. Dort gab es dann manchmal einen Schluck Radler oder eine Bratwurst. Mein Vater war Nebenerwerbslandwirt und arbeitete im Schichtdienst im Kraftwerk Mühltal. Wenn die Flöße kamen, musste er die Floßlende fluten, damit die Flöße die Lende hinunter brausen konnten. Anfang der Siebziger Jahre kam ein Floß voller Studenten, darunter eine hübsche Farbige, die das Interesse aller anwesenden Mitarbeiter auf sich zog. Man wollte etwas unternehmen, aber keiner traute sich. Da schnitt mein Vater eine Rose vom Strauch an der Kraftwerksmauer, ging zum Floß und gab der jungen Dame die Blume mit den Worten: „In Bewunderung Ihrer dunklen Schönheit überreiche ich Ihnen diese Rose.“ – Ein Kollege hat davon ein Foto gemacht, das wir immer noch zu Hause haben.

Was mich mit der Bühne auf der Loisach verbindet?

Letztes Jahr organisierte Frau Klement eine Lesung auf der Loisach zu Gunsten des Hospizverbandes. Josef Seitner hatte zwei Flöße zusammen gehängt, der Landrat Josef Niedermaier spielte mit seiner sagenhaften Landratsamtsband und ich las einen Flößerkurzkrimi und aus dem Schnitter. Es war eine tolle Atmosphäre, ein Superabend für alle! Und für den guten Zweck erbrachte er ca. 3000,- €

Marion Klement & Günter Wagner als Organisatoren des #Flussfestival:

Marion Klement: Der vielseitigste und charmanteste Amtsveterinär in ganz Bayern!

Günter Wagner: Der beste Mundartautor im Oberland


 

Mittwoch, 8. Juli 2015 – Alte Floßlände Wolfratshausen – Flussfestival

Krusical mit Georg Unterholzer und d’Housemusi

krusikal

Der Schnitter ist ein Kriegsveteran und ein Krusical ist die Mischung aus Krimilesung und Musical. Eine heiße Melange, angerührt und serviert von Georg Unterholzner und der Housemusi.

Beginn 20 Uhr

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